Wechselunterricht

Model „Wechselunterricht“ vom 11.2.2021
in der aktualisierten Fassung vom 23.4.2021

An der Grundschule Willbeck gibt es den Wechselunterricht mit täglichem Wechsel von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause (Distanzunterricht) über zwei Wochen.

Mit diesem Modell können wir ein über den anderen Tag mit den Kindern vor Ort arbeiten und der Tag dazwischen wird mit Aufgaben in einem Arbeitsplan für zu Hause gestaltet (Distanzunterricht).

Die Aufgaben des Distanzunterrichts werden am nächsten Tag im Präsenzunterricht aufgegriffen. So bleiben die Kinder besser im „Schulmodus“, als wenn zwischen dem Unterricht jeweils eine ganze Woche liegt.

Zeitplan

An jedem Tag kommen alle Teilgruppen der Klassen in die Schule. Durch die beiden voneinander getrennten Gebäude und die beiden Schulhöfe können wir durch einen zeitversetzen Ablauf Begegnungen zwischen den Jahrgängen vermeiden.

Es starten die Jahrgänge 3 und 4 um 8 Uhr auf ihrem jeweiligen Schulhof.

Da die höheren Jahrgänge eine Unterrichtsstunde am Tag mehr haben, gleicht sich das Unterrichtsende dem Unterrichtsende der jüngeren Jahrgänge mehr an. Das ist besonders für Geschwisterkinder sinnvoll.

Um 8.15 Uhr starten dann die Jahrgänge 1 und 2 ebenfalls auf dem jeweiligen Schulhof.

Die Pausen finden gestaffelt pro Jahrgang auf den verschiedenen Schulhöfen statt. Die Kolleg:innen, die in Doppelbesetzungen in den Klassen eingesetzt sind, übernehmen vorrangig die Pausenaufsichten.

Gruppeneinteilung und Präsenz-Tage

Die Klassen werden durch die Klassenlehrerin in zwei Gruppen eingeteilt (Gruppe A und B).
Alle Kinder mit Geschwistern an der Schule befinden sich in Gruppe B. So kommen Kinder einer Familie immer an den gleichen Tagen in die Schule.

Beide Gruppen werden von der Klassenlehrerin unterrichtet, bei Kolleg;innen in Teilzeit werden die fehlenden Stunden durch eine(n) Fachlehrer:in erteilt, die auch jetzt schon in der Klasse eingesetzt sind. Bei der Zuordnung der Teams wurde darauf geachtet, dass in den 3. und 4. Klassen eine ausgebildete Englisch-Fachkraft eingesetzt ist.

Die nicht für eigenem Unterricht oder Not-Betreuung eingesetzten Lehrerstunden werden gleichmäßig als Doppelbesetzungen auf die Klassen verteilt. Dabei achten wir darauf, dass die Kolleg:innen möglichst in ihren Stufen/ Klassen bleiben und es nicht zu viele Wechsel gibt.
Die sonderpädagogischen Stunden verteilen sich auf die Kinder mit einem abgeschlossenen AOSF.
Sowohl Doppelbesetzungen als auch die sonderpädagogischen Stunden können im Klassenverband oder für kleinere Lerngruppen/ Einzelförderung genutzt werden.
Wir prüfen zunächst den Lernstand der Kinder und leiten daraus die notwendigen Fördermaßnahmen ab.

Vorrangig unterrichtet werden die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und (im 3. und 4. Jahrgang) Englisch.

Für den Sportunterricht/ für Bewegungseinheiten wird eine Bewegungslandschaft in der Turnhalle installiert, die über die Woche stehen bleibt. Den Klassen werden Stunden zugeteilt, in denen sie die Turnhalle nutzen können.
So sind auch für Nicht-Sportlehrer:innen sinnvolle Bewegungsangebote möglich.

Die Jahrgänge 1 und 2 erhalten pro Tag 4 Stunden Unterricht.

Die Jahrgänge 3 und 4 erhalten pro Tag 5 Stunden Unterricht.

So kommen alle Kinder auf 20/25 Wochenstunden Präsenzunterricht in 14 Tagen.

Für die Tage des Distanzlernens haben wir uns für den „kombinierten situativen“ Ansatz entschieden.
Vorgeplant werden bestimmte Übungen/ Aufgaben, die im Distanzunterricht bearbeitet werden sollen. Hier bleibt jedoch auch Platz für Themen/ Aufgaben/ Übungen, die am Präsenzlerntag bearbeitet wurden und/ oder als z.B. noch „holprig“ oder „verbummelt“ aufgefallen sind und weiter vertieft werden sollten/ müssen.
So können wir genauer differenziert von Tag zu Tag auf die Bedarfe der Kinder eingehen.

Not-Betreuung

Die Not-Betreuung wird wie bisher im Jahrgang durchgeführt. Hier werden die pädagogischen Kräfte (OGS und „kleine Betreuung“) der Schule sowie einige Lehrerstunden eingesetzt. Die Gruppen haben eine bzw. zwei feste Bezugsperson(en), damit es nicht zu viele verschiedene Kontakte gibt.
Im Notfall oder bei Erkrankungen übernehmen weitere Lehrkräfte die Betreuungsgruppen, die für den bestimmten Tag in Doppelbesetzung in den Klassen eingeplant sind.

Räumlich weichen wir dazu in den OGS-Bereich (3 Räume + 1 Mehrzweckraum) aus, weil die Klassenräume jeden Morgen besetzt sind mit den (halben) Klassen.

Die Notbetreuung beginnt um 8 Uhr und endet um 11.30 Uhr, anschließend gibt es für Kinder mit Betreuungsverträgen die Möglichkeit zum Besuch der OGS/ kleinen Betreuung nach Voranmeldung.

Um hier den „Andrang“ zu entzerren, sammeln sich die Kinder an einem dritten Ein- und Ausgang zum Schulhof und werden dort von den Betreuungskräften abgeholt und auch wieder verabschiedet.

Die Eltern melden den Bedarf an Notbetreuung/ nachunterrichtlicher Betreuung auf einem vorgegebenen Anmeldeformular. Das gilt sowohl für die Tage des Distanzunterrichts als auch für Tage des Präsenzunterrichts im Anschluss an die Unterrichtsstunden.

Es ist der Bedarf für mindestens eine Woche anzugeben und der Abgabetermin ist wie bisher donnerstags bis 18 Uhr schriftlich über die Klassenlehrerin für die folgende(n) Woche(n), damit wir am Freitagmorgen die Essensbestellung für die OGS aufgeben können.
Die Kolleginnen schicken die Listen ihrer Klassen an die Schulleitung, die die Daten zusammenfasst und die OGS-Leitung und kleine Betreuung informiert.

So können wir in der OGS in jeder Woche ein Mittagessen für die Kinder anbieten und die Betreuer:innen können ihre Dienstpläne an die jeweiligen Notwendigkeiten anpassen.

Schutzmaßnahmen

Es herrscht Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände und im Schulgebäude.
Auch während des Unterrichts bleiben die Masken auf Mund und Nase der Kinder.

Alle Personen in der Schule sind zum Tragen einer medizinischen oder FFP2- Maske verpflichtet. Die Kinder dürfen – wenn die medizinischen Masken nicht passen- ihre Alltagsmasken tragen

Die Maskenpflicht besteht auch in den Pausen und während der Betreuung.
Die bekannten AHA-Regel (Atemschutzmaske, Hygiene, Abstand) und L (Lüften) bleiben selbstverständlich bestehen.

Zudem besteht eine Testpflicht für alle Personen im Bereich Schule – auch für die Schüler:innen.
An zwei Tagen in der Woche wird der Test von den Kindern unter der Aufsicht einer Lehrkraft selbstständig durchgeführt.
Die Teilnahme an den Tests mit negativem Ergebnis sind die Voraussetzung zur Teilnahme an Unterricht und Betreuungsangeboten.

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Das Konzept wurde der Schulpflegschaft/ Schulkonferenz am Donnerstag, 11.2. vorgestellt, den Eltern per Elternbrief als Email am Montag, 15.2. zusammen mit den Gruppeneinteilungen und dem Anmeldeformular zugesendet.